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Gebote bei Amazon Ads ohne Tool steuern: Formel, Rhythmus und Wochenend-Gebote

Gebote bei Amazon Ads ohne Bidding Tool steuern

Du brauchst kein Bidding-Tool, um deine Gebote bei Amazon Ads im Griff zu haben. Die Werbekonsole bringt mehr Hebel mit, als viele nutzen: Gebotsstrategien, Platzierungen, Zielgruppen und Gebotsregeln nach Wochentag und Uhrzeit.

Entscheidend ist allerdings, wie oft du eingreifst und auf welcher Datengrundlage. Wer täglich an Geboten dreht, reagiert auf Zufall und auf Verkäufe, die noch gar nicht im Bericht stehen. Wer dagegen nie eingreift, bezahlt Klicks, die sich nicht lohnen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Hebel du hast, wie du ein Gebot berechnest, in welchem Rhythmus du anpassen solltest und wie du schwache Wochenenden günstiger machst. Dazu gibt es ein echtes Beispiel aus einem Konto, das ich betreue.

Kurz gesagt: Berechne dein Gebot aus Ziel-ACoS, Conversion Rate und Bestellwert. Prüfe Gebote etwa alle zwei Wochen und nur mit ausreichend Klicks. Läuft dein Konto am Wochenende deutlich schlechter, senke die Grundgebote und erhöhe sie per Zeitplanregel von Montag bis Freitag.

Diese Gebotshebel hast du in der Werbekonsole

HebelWas er macht
Gebot pro Keyword oder ZielDas Grundgebot. Es hat Vorrang vor dem Standardgebot der Anzeigengruppe.
Gebotsstrategie (je Kampagne)Legt fest, ob Amazon dein Gebot pro Auktion selbst verändern darf: nur senken, erhöhen und senken oder gar nicht (feste Gebote).
Platzierungsanpassungen (je Kampagne)Deine eigenen Prozent-Aufschläge für oberste Suchergebnisse, weitere Suchergebnisse, Produktseiten und Platzierungen auf Amazon Business.
Zielgruppen-AnpassungenAufschläge für Zielgruppen, etwa Kunden, die deine Marke schon gekauft haben. Mehr dazu im Beitrag zu Sponsored Products Zielgruppen.
Zeitplan für GebotsregelnErhöhungen nach Wochentag, Uhrzeit, Zeitraum oder Event.
Regelbasierte GebotsabgabeAmazon steuert die Gebote anhand eines ROAS-Ziels.
BudgetregelnBudgeterhöhungen nach Zeitplan oder nach Performance, zum Beispiel ab einem bestimmten ROAS.

Platzierungs- und Zielgruppenaufschläge werden miteinander multipliziert. Zwei Aufschläge von jeweils 50 Prozent machen aus 1 Euro deshalb 2,25 Euro, nicht 2 Euro.

Gebotsstrategie und Platzierungsanpassung sind zwei verschiedene Dinge

Beide Einstellungen findest du in der Kampagne, und beide arbeiten mit Prozenten. Sie werden deshalb oft verwechselt.

  • Die Gebotsstrategie ist Amazons Spielraum. Bei „Dynamische Gebote: nur senken“ darf Amazon dein Gebot für Klicks senken, die weniger wahrscheinlich zu einem Verkauf führen, laut Hilfe um bis zu 100 Prozent. Bei „Dynamische Gebote: erhöhen und senken“ darf Amazon zusätzlich erhöhen, ebenfalls um bis zu 100 Prozent. Aus 1 Euro können so bis zu 2 Euro werden. Bei festen Geboten verändert Amazon nichts.
  • Die Platzierungsanpassung ist dein eigener Aufschlag für bestimmte Platzierungen, zum Beispiel 50 Prozent für die obersten Suchergebnisse. Sie gilt unabhängig von der Strategie.

Beides wirkt außerdem zusammen. Mit 1 Euro Gebot und 50 Prozent Aufschlag für die obersten Suchergebnisse bietest du dort bei „Nur senken“ höchstens 1,50 Euro. Bei „Erhöhen und senken“ kann Amazon daraus laut Hilfe bis zu 3 Euro machen.

Mein Standard: Ich setze die Gebotsstrategie fast immer auf „Nur senken“. So zieht Amazon die Gebote, die ich bewusst gesetzt habe, nicht nach oben, kann sie aber senken, wenn ein Klick wenig Erfolg verspricht. Mehr Sichtbarkeit an guten Plätzen steuere ich gezielt über die Platzierungsanpassungen. Amazon beschreibt „Nur senken“ selbst als passend, wenn du den maximalen Gebotsbetrag festlegen willst oder ein striktes Budget hast.
Achtung bei älteren Anleitungen: Dort steht oft, dass die Strategie „Erhöhen und senken“ oben in den Suchergebnissen um bis zu 100 Prozent und sonst um bis zu 50 Prozent erhöht. Die aktuelle Amazon-Hilfe nennt bis zu 100 Prozent für alle Platzierungen. Das betrifft nur Amazons Spielraum bei der Strategie, nicht deine Platzierungsanpassungen.

Sonderfall: Platzierungen außerhalb von Amazon

Seit dem 17. September 2026 können Sponsored Products auch in Deutschland außerhalb von Amazon erscheinen. Die Einstellung ist standardmäßig aktiv und lässt sich pro Kampagne ein- und ausschalten. Die Platzierungsanpassungen gelten dort nicht, Gebotsstrategie und Gebotsregeln schon. Mehr dazu im Beitrag zu Sponsored Products außerhalb von Amazon.

Kampagneneinstellung in der Amazon-Werbekonsole: Reichweite außerhalb von Amazon erhöhen oder Reichweite auf Amazon beschränken
Die Einstellung in der Kampagne: „Reichweite außerhalb von Amazon erhöhen“ ist voreingestellt, „Reichweite auf Amazon beschränken“ schaltet die Platzierungen außerhalb von Amazon ab.
Achtung, „auf Amazon“ heißt nicht nur amazon.de: Laut Einstellungstext beschränkt die Option die Anzeigen auf das Eigentum von Amazon und auf Websites, die Amazon betreibt. Dazu können also auch andere Angebote aus dem Amazon-Konzern gehören, etwa Twitch oder Audible. Wer ausschließlich in den Amazon-Suchergebnissen und auf Produktseiten erscheinen will, erreicht das mit dieser Einstellung allein nicht.

So berechnest du ein sinnvolles Gebot

Für ein Startgebot oder eine Korrektur reicht eine einfache Formel:

Ziel-CPC = Ziel-ACoS × Conversion Rate × durchschnittlicher Bestellwert
Beispiel: 25 % × 10 % × 30 € = 0,75 € pro Klick.

Die Formel ergibt sich nämlich direkt aus dem ACoS: Werbekosten geteilt durch Werbeumsatz. Sie zeigt dir, welcher durchschnittliche Klickpreis zu deinem Ziel-ACoS passt, vorausgesetzt, Conversion Rate und Bestellwert bleiben ähnlich. Daraus leitest du ein Startgebot ab. Welcher Ziel-ACoS zu deiner Marge passt, erklärt der Beitrag ACoS vs. TACoS.

  • Ziel-CPC ist nicht Grundgebot. Was du tatsächlich pro Klick bezahlst, hängt auch von der Auktion ab. Die Gebotsstrategie „Erhöhen und senken“, Platzierungsaufschläge und Gebotsregeln können dein Gebot zudem deutlich über das Grundgebot heben. Berücksichtige das beim Startgebot.
  • Werbedaten verwenden. Rechne die Conversion Rate als zugeordnete Bestellungen geteilt durch Anzeigenklicks und den Bestellwert als Werbeumsatz geteilt durch dieselben Bestellungen. Die sitzungsbasierte Conversion Rate aus Seller Central passt nicht in diese Rechnung.
  • Nimm Werte mit genug Daten. Hat ein Keyword erst wenige Klicks, nimm stattdessen die Conversion Rate der Anzeigengruppe oder des Produkts.
  • Vorsicht bei frischen Zeiträumen. Conversion Rate und Umsatz der letzten Tage sind noch unvollständig, siehe nächster Abschnitt.

Wie oft solltest du deine Amazon Gebote anpassen?

Amazon empfiehlt, Gebote etwa alle zwei Wochen zu prüfen und bei Tests nur wenig gleichzeitig zu ändern. Praktiker und Tool-Anbieter arbeiten dagegen teils deutlich häufiger, manche sogar täglich. Einen festen Wert für alle Konten gibt es also nicht. Zwei Punkte sprechen aber klar gegen tägliche Eingriffe von Hand:

Verkäufe laufen nach Bei Sponsored Products ordnet Amazon Verkäufe bei Verkäufern bis zu 7 Tage nach dem Klick zu, bei Vendoren bis zu 14 Tage. Die Werte der letzten Tage sind deshalb vorläufig. Wie das genau funktioniert, steht im Beitrag zu den Attributionsfenstern bei Amazon Ads.
Wenige Klicks sagen wenig Bei 10 Prozent Conversion Rate liegt die Wahrscheinlichkeit für 10 Klicks ohne Kauf bei rund 35 Prozent. Zehn Klicks ohne Kauf reichen allein noch nicht, um ein Keyword abzuschreiben.

In der Praxis hat sich für mich diese Trennung bewährt:

  1. Laufend kontrollieren: Ausgaben ohne Verkäufe, unpassende Suchbegriffe, Budgetengpässe und falsche Einstellungen prüfst du ruhig mehrmals pro Woche. Hier geht es um Fehler, nicht um Feinsteuerung. Wie du unpassende Suchbegriffe findest, zeigt der Beitrag zum Search-Term-Bericht.
  2. Gebote in festem Rhythmus anpassen: Einzelne Gebote änderst du, wenn genug Klicks vorliegen und der ausgewertete Zeitraum ausgereift ist. Ein Wochen- oder Zweiwochenrhythmus ist dafür realistisch.
  3. In kleinen Schritten ändern: Lieber mehrere moderate Anpassungen als ein großer Sprung. Feste Prozentwerte dafür gibt Amazon nicht vor. Wie stark du gehst, hängt von Datenlage und Abstand zum Ziel ab.
  4. Wirkung abwarten: Nach einer Änderung wartest du mindestens einen vollen Zyklus ab, bevor du dasselbe Gebot wieder anfasst.

Wochentage gegen Wochenende: ein Beispiel aus der Praxis

Ob sich Gebote nach Wochentag lohnen, hängt vom Produkt ab. Ob Wochenenden schwächer laufen, musst du für dein eigenes Konto prüfen.

Wie deutlich der Unterschied sein kann, zeigt das Seller-Konto eines Wandkalender-Händlers, das ich betreue. Ausgewertet habe ich Sponsored Products vom 13.09. bis 12.10.2026, abgerufen am 13.10.2026. Die Wochentage beziehen sich auf den Tag des Anzeigenklicks:

Montag bis FreitagSamstag und Sonntag
ROAS3,441,86
Conversion Rate15,4 %10,9 %
Durchschnittlicher Bestellwert13,66 €10,73 €
Kosten pro Klick0,61 €0,62 €

Die Klicks kosten am Wochenende genauso viel wie unter der Woche. Es kaufen aber weniger Besucher, und die Bestellungen sind kleiner. Die Wochenenden machten 21 Prozent der Werbekosten aus, aber nur 13 Prozent des Werbeumsatzes. Der ROAS lag am Samstag bei 2,09 und am Sonntag bei 1,72, in jeder der vier Wochen ähnlich niedrig. Die jüngste Woche war beim Abruf noch nicht vollständig, das Muster zeigt sich aber auch in den drei älteren Wochen.

Wichtig für die Einordnung: Die Wochentage sind Klicktage. Ein Kauf am Dienstag kann einem Klick vom Sonntag zugerechnet werden. Du findest also Tage, deren Klicks schlechter konvertieren. An diesen Tagen kannst du vorsichtiger bieten. Gerade bei begrenztem Budget lohnt sich das. Budget verschiebt eine Gebotssenkung aber nicht automatisch auf Montag bis Freitag, das musst du gesondert steuern.

Vier Wochen sind ein guter erster Hinweis, aber kein Nachweis für einen dauerhaften Effekt. Gerade bei saisonalen Produkten können Aktionen, Preisänderungen oder ein veränderter Kampagnenmix das Muster beeinflussen.

So wertest du dein eigenes Konto aus

  1. Lade den Kampagnenbericht mit täglicher Zeiteinheit für mindestens vier volle Wochen herunter. Lass bei Verkäufern die letzten 7 Tage weg, bei Vendoren die letzten 14 Tage, damit die Verkäufe vollständig sind. Rechne zusätzlich mit möglichen Verzögerungen im Bericht.
  2. Ordne jedem Datum den Wochentag zu und summiere Kosten, Klicks, Bestellungen und Umsatz je Wochentag.
  3. Berechne daraus ROAS, Conversion Rate und Kosten pro Klick je Wochentag.
  4. Prüfe, ob das Muster in jeder Woche auftaucht. Ein einzelnes schwaches Wochenende reicht nicht als Grund.

Für Uhrzeiten gibt es außerdem in der Werbekonsole einen Kampagnenbericht mit stündlicher Zeiteinheit. Er reicht bis zu 30 Tage zurück.

So senkst du deine Amazon Gebote am Wochenende ohne Tool

Amazon bietet für Sponsored Products einen Zeitplan für Gebotsregeln, auch in Deutschland. Du legst fest, an welchen Wochentagen, zu welchen Uhrzeiten oder in welchem Zeitraum Gebote steigen. Mehrere Regeln addieren sich zudem. Außerhalb des Zeitplans gilt wieder dein normales Gebot.

Der Trick: Grundgebot senken, Werktage anheben

Der Haken: Die Regeln können Gebote nur erhöhen. Eine Senkung für das Wochenende gibt es nicht. Du drehst das Prinzip deshalb um:

  1. Grundgebote auf Wochenend-Niveau senken: Willst du am Wochenende 30 Prozent weniger bieten, setzt du die Gebote auf 70 Prozent des bisherigen Werts.
  2. Werktage per Regel anheben: Eine Zeitplanregel für Montag bis Freitag mit rund 43 Prozent Erhöhung bringt das Grundgebot unter der Woche zurück auf das alte Niveau (0,70 × 1,43 ≈ 1,00).
  3. Platzierungsanpassungen nachrechnen: Laut Amazons Beispiel wird die Regel zur Platzierungsanpassung addiert. Aus 1 Euro mit 10 Prozent für oberste Suchergebnisse und 20 Prozent Zeitplanregel werden 1,30 Euro. Mit Platzierungsaufschlägen landen deine Werktagsgebote nach der Umstellung deshalb niedriger als vorher. Beispiel mit 50 Prozent für oberste Suchergebnisse: vorher 1 € × 1,50 = 1,50 €, nachher werktags 0,70 € × (1 + 0,50 + 0,43) = 1,35 €. Rechne deshalb die wichtigsten Platzierungen einmal durch und passe die Regel oder die Aufschläge an.
  4. Budget absichern: Amazon empfiehlt, Gebotsregeln mit Budgetregeln zu kombinieren, damit höhere Gebote das Tagesbudget nicht vorzeitig aufbrauchen.
  5. Nach vier Wochen prüfen: Vergleiche Wochenend-Kosten und Wochenend-Umsatz mit der Zeit davor, wieder ohne die noch nicht ausgereiften Tage.

Zwei typische Fehler

Die Regel nicht vergessen Eine Zeitplanregel arbeitet still im Hintergrund, Woche für Woche. Viele vergessen allerdings nach ein paar Monaten, dass sie existiert. Steigen dann die Klickpreise oder die Ausgaben an Werktagen, wird der Fehler überall im Konto gesucht, nur nicht in der Regel. Jede spätere Gebotsänderung wird an den Regeltagen zusätzlich angehoben. Halte jede Regel deshalb schriftlich fest: im Änderungsprotokoll, im Kampagnennamen oder als Kalendererinnerung zur regelmäßigen Prüfung. Und schau bei unerklärlich hohen Klickpreisen zuerst in die Gebotsregeln der Kampagne.
Von Hand umschalten ist fehleranfällig Statt einer Regel kannst du die Gebote auch jeden Freitag senken und jeden Montag wieder anheben. Das funktioniert allerdings nur, solange du es nie vergisst. Bleibt das Freitagssenken einmal aus, bietest du am Wochenende voll. Fehlt das Anheben am Montag, verlierst du die besten Tage der Woche. Wer diesen Weg geht, braucht eine feste wiederkehrende Erinnerung.
Wichtig: Der Zeitplan für Gebotsregeln funktioniert mit „Nur senken“, „Erhöhen und senken“ und festen Geboten. Ist die regelbasierte Gebotsabgabe mit ROAS-Ziel aktiv, greift die Zeitplanregel nicht.

Im Beispielkonto teste ich zunächst 30 Prozent niedrigere Wochenend-Gebote. Ob sich die Wirtschaftlichkeit dadurch verbessert, prüfe ich anhand der tatsächlichen Kosten, Verkäufe und Marge. Niedrigere Gebote garantieren nicht, dass nur die unwirtschaftlichsten Klicks wegfallen.

Du willst wissen, ob sich Wochenend-Gebote in deinem Konto lohnen? Ich werte es für dich aus.

Wann du die Finger davon lassen solltest

  • Kein stabiles Muster: Schwankt der Wochenend-ROAS von Woche zu Woche stark, steuerst du nach Zufall.
  • Starke Wochenenden: Manche Produkte verkaufen sich gerade am Wochenende gut. Dann wäre eine Senkung genau falsch.
  • Aktionen und Events: Rund um Deals, Black Friday oder Saisonstarts gelten andere Regeln. Amazon bietet dafür eigene Event-Regeln. Mehr zur Vorbereitung im Beitrag zur Q4-Vorbereitung.
  • Zu wenig Daten: Mit wenigen Bestellungen pro Wochentag sind die Unterschiede nicht belastbar.

Fazit

Gute Gebotssteuerung ohne Tool heißt also nicht, jeden Tag an Geboten zu drehen. Sie heißt: das Gebot aus Ziel-ACoS, Conversion Rate und Bestellwert ableiten, in einem festen Rhythmus mit ausgereiften Daten anpassen und die Werkzeuge der Konsole gezielt nutzen.

Wer sein Konto nach Wochentagen auswertet, sieht schnell, ob einzelne Tage deutlich schwächer laufen. Mit niedrigeren Grundgeboten und Zeitplanregeln kannst du dann testen, ob sich deine Werbekosten wirtschaftlicher einsetzen lassen, ohne zusätzliches Tool.

Gebote steuern lassen, statt selbst zu drehen?

Ich übernehme die Gebotssteuerung deiner Amazon-Kampagnen, mit festem Rhythmus, sauberer Datengrundlage und Auswertung nach Wochentagen.

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Häufige Fragen zur Gebotssteuerung

Gebote berechnen und anpassen

Wie oft sollte ich Gebote bei Amazon Ads anpassen?

Amazon empfiehlt, Gebote etwa alle zwei Wochen zu prüfen und bei Tests nur wenig gleichzeitig zu ändern. Ausgaben ohne Verkäufe und unpassende Suchbegriffe kannst du öfter kontrollieren. Gebote einzelner Keywords solltest du aber erst ändern, wenn genug Klicks vorliegen und das Attributionsfenster der ausgewerteten Klicks abgelaufen ist: bei Verkäufern 7 Tage, bei Vendoren 14 Tage.

Wie berechne ich ein sinnvolles Gebot?

Berechne zuerst einen Ziel-CPC: Ziel-ACoS × Conversion Rate × durchschnittlicher Bestellwert. Bei 25 Prozent Ziel-ACoS, 10 Prozent Conversion Rate und 30 Euro Bestellwert ergibt das 0,75 Euro pro Klick. Das ist der durchschnittliche Klickpreis, der zu deinem Ziel passt. Daraus leitest du ein Startgebot ab und berücksichtigst dabei Platzierungsaufschläge, Gebotsregeln und die Gebotsstrategie.

Zeitplanregeln, Wochentage und Einstellungen

Kann ich Gebote bei Amazon nach Wochentag oder Uhrzeit steuern?

Ja. Mit dem Zeitplan für Gebotsregeln erhöhst du Gebote für bestimmte Wochentage, Uhrzeiten, Zeiträume oder Events. Die Funktion ist für Sponsored Products auch in Deutschland verfügbar. Sie kann Gebote nur erhöhen, nicht senken.

Wie senke ich die Gebote am Wochenende, wenn Gebotsregeln nur erhöhen?

Du senkst die Grundgebote auf das Wochenend-Niveau und erhöhst sie per Zeitplanregel von Montag bis Freitag. Aus 30 Prozent weniger am Wochenende wird so ein Grundgebot von 70 Prozent mit einer Erhöhung um rund 43 Prozent an Werktagen. Das stellt das alte Gebot nur ohne Platzierungsaufschläge genau wieder her, weil Amazon Zeitplanregel und Platzierungsaufschlag addiert. Halte die Regel schriftlich fest, damit sie bei späteren Änderungen nicht in Vergessenheit gerät.

Was ist der Unterschied zwischen Gebotsstrategie und Platzierungsanpassung?

Die Gebotsstrategie legt fest, ob Amazon dein Gebot pro Auktion selbst senken oder auch erhöhen darf, jeweils um bis zu 100 Prozent. Die Platzierungsanpassung ist dein eigener Prozent-Aufschlag für bestimmte Platzierungen wie die obersten Suchergebnisse. Beides wirkt zusammen.

Funktioniert der Zeitplan für Gebotsregeln mit der regelbasierten Gebotsabgabe?

Nein. Zeitplanregeln funktionieren mit den Strategien Nur senken, Erhöhen und senken und Feste Gebote. Ist die regelbasierte Gebotsabgabe mit ROAS-Ziel aktiv, greift die Zeitplanregel nicht.

Woher bekomme ich Daten nach Wochentag oder Uhrzeit?

Für Wochentage reicht der Kampagnenbericht mit täglicher Zeiteinheit. Für Uhrzeiten gibt es einen stündlichen Kampagnenbericht für die letzten 30 Tage.

Quellen