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Amazon Attribution: Externen Traffic auf Amazon messen

Amazon Attribution für externen Traffic

Du schaltest Google Ads auf dein Amazon-Listing, postest auf Instagram oder arbeitest mit Influencern. Auf Amazon steigt der Umsatz. Aber welcher Kanal hat ihn gebracht? Genau diese Frage beantwortet Amazon Attribution: Es misst, was externer Traffic auf Amazon bewirkt.

Ohne Attribution siehst du in Seller Central nur, dass mehr verkauft wurde. Du weißt nicht, ob es an der Google-Kampagne lag, am Newsletter oder an einer Sponsored-Products-Kampagne, die zufällig gleichzeitig besser lief. Externe Werbung wird damit zum Blindflug.

Nicht verwechseln: Hier geht es um Traffic von außerhalb Amazons. Die Zuordnung von Verkäufen zu deinen Sponsored-Products-, Sponsored-Brands- und Sponsored-Display-Kampagnen ist ein eigenes Thema mit eigenen Attributionsfenstern. Amazon Attribution ändert daran nichts. Wann Amazon Verkäufe deinen Kampagnen zurechnet, erklärt der Beitrag zu den Attributionsfenstern bei Amazon Ads.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie Amazon Attribution funktioniert, wie du es einrichtest, was die Zahlen aussagen und wo die Grenzen liegen.

Kurz gesagt: Amazon Attribution ist kostenlos und in Deutschland verfügbar. Du hängst an jeden externen Link auf dein Listing einen Tracking-Parameter. Amazon zeigt dir dann für jeden Kanal Klicks, Detailseitenaufrufe, Warenkörbe und Verkäufe. Wer Geld für Traffic außerhalb von Amazon ausgibt, sollte es nutzen.

Amazon Attribution auf einen Blick

FrageAntwort
KostenKostenlos
Verfügbar inu. a. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, UK, USA
Wer darf es nutzen?Verkäufer mit Tarif Professionell und Markenregistrierung, Vendoren, berechtigte Agenturen
Wo zu finden?Werbekonsole unter Messung und Berichte
MessprinzipLetzter Klick, 14 Tage
Was wird gemessen?Klicks, Detailseitenaufrufe, Warenkorb, Käufe, Umsatz, Neukunden

Was ist Amazon Attribution?

Amazon Attribution ist ein Messwerkzeug in der Amazon-Werbekonsole. Es misst, was Traffic von außerhalb auf Amazon bewirkt. Amazon selbst beschreibt es als kostenlose Self-Service-Lösung für Werbung und Analysen außerhalb von Amazon.

Das Prinzip ist einfach: Für jede externe Kampagne erzeugst du in Amazon Attribution einen Tag. Das ist ein Parameter, den du an die Ziel-URL deines Links hängst. Klickt jemand darauf, erkennt Amazon den Besucher als Traffic aus genau dieser Quelle. Kauft er innerhalb von 14 Tagen, wird der Verkauf dieser Quelle zugeordnet.

Für welche Kanäle es sich eignet

  • Google Ads und Microsoft Ads, etwa Suchanzeigen auf deine Marke oder Produktbegriffe mit Link auf dein Listing
  • Meta (Facebook, Instagram) und Pinterest
  • TikTok, Snapchat und LinkedIn
  • Influencer und Kooperationen, mit eigenem Link je Partner
  • Newsletter und E-Mail
  • Eigene Website, etwa der Button „Auf Amazon kaufen“

Voraussetzungen

Als Verkäufer brauchst du den Verkaufstarif Professionell und eine Markenregistrierung (Brand Registry). Vendoren können Amazon Attribution ebenfalls nutzen. Agenturen haben Zugriff, wenn der Markeninhaber sie dafür berechtigt.

Messen kannst du nur Produkte, die vorrätig sind und Bilder sowie einen Preis haben.

So richtest du Amazon Attribution ein

  1. Öffne die Amazon-Werbekonsole und gehe zu Messung und Berichte → Amazon Attribution.
  2. Lege eine neue Kampagne an, zum Beispiel „Google Ads Brand DE“, und wähle die Produkte aus, die du bewirbst.
  3. Lege darin eine Anzeigengruppe je Kanal oder Anzeige an. Dort wählst du Publisher (etwa Google), Kanal (etwa Suche) und Ziel (Produktseite oder Brand Store).
  4. Erzeuge den Tag und kopiere ihn.
  5. Hänge den Tag in deiner externen Kampagne an die Ziel-URL, bei Google Ads etwa im Feld für die finale URL.
  6. Kontrolliere nach etwa zwei Tagen, ob Traffic erfasst wird. Conversion-Werte können innerhalb des 14-tägigen Attributionsfensters noch nachlaufen.

Viele Anzeigen auf einmal: Sammel-Upload und Makro-Tags

Für Google Ads und Meta musst du nicht jeden Tag einzeln bauen. Laut Amazon kannst du per Vorlage bis zu 100.000 Google-Keywords oder 8.500 Facebook- und Instagram-Anzeigen auf einmal hochladen. Über die Amazon Attribution API bzw. integrierte Tool-Anbieter lassen sich für Google, Facebook und Instagram außerdem makrofähige Tags nutzen. Welche Informationen dabei übertragen werden, hängt von Plattform und Integration ab.

Mein Tipp zur Struktur: Benenne Attribution-Kampagnen nach Kanal und Ziel, nicht nach Datum. Mit „Pinterest Wohnideen Herbst“ weißt du auch in drei Monaten noch, was du gemessen hast. Lege für jeden Influencer eine eigene Anzeigengruppe an, sonst vergleichst du am Ende nur Gesamtwerte.

Diese Kennzahlen zeigt dir der Bericht

Interesse

Klicks und Detailseitenaufrufe

Wie viele Klicks kamen an und wie oft wurde dein Produkt danach tatsächlich angesehen?

Absicht

In den Einkaufswagen

Zeigt, ob der Kanal kaufbereite Besucher bringt, auch wenn der Kauf erst später kommt.

Ergebnis

Käufe, Einheiten, Umsatz

Was innerhalb von 14 Tagen nach dem letzten Klick gekauft wurde.

Wachstum

Marken-Neukunden

Käufe von Kunden, die in den letzten zwölf Monaten nichts von deiner Marke auf Amazon gekauft haben.

„Beworben“ und „Gesamt“: der Brand Halo

Bei den Conversion-Kennzahlen unterscheidet Amazon zwischen beworben, also den Produkten, die du in der Attribution-Kampagne hinterlegt hast, und gesamt, einschließlich weiterer Produkte derselben Marke. Bewirbst du ein Einstiegsprodukt und der Kunde legt das Zubehör in den Warenkorb oder kauft es, siehst du das nur in den Gesamtwerten.

Abgrenzung: Attribution ist nicht dasselbe wie Sponsored Products außerhalb von Amazon

Sponsored Products können abhängig vom Marktplatz und den verfügbaren Platzierungen auch außerhalb von Amazon erscheinen, etwa auf Pinterest, Publisher-Websites oder in Creator-Inhalten. Diese Ausspielungen gehören zu deiner Sponsored-Products-Kampagne und werden über deren Reporting ausgewertet, nicht über Attribution. Was dabei zu beachten ist, habe ich in Sponsored Products außerhalb von Amazon zusammengefasst.

Amazon Attribution misst dagegen Traffic, den du selbst von außerhalb auf Amazon schickst. Das kann bezahlte Werbung sein, etwa deine Google-Kampagne, genauso aber ein organischer Instagram-Post, dein Newsletter oder ein Link auf deiner Website.

Wo die Grenzen liegen

Nur Klicks zählen Gemessen werden nur Klicks auf den getaggten Link. Wer deine Anzeige sieht und später direkt bei Amazon nach deiner Marke sucht, taucht im Bericht nicht auf.
Abweichungen zum Werbenetzwerk sind normal Die Klickzahlen in Google oder Meta und in Amazon Attribution stimmen selten genau überein. Amazon nennt Abweichungen von 10 bis 20 Prozent als möglich, in beide Richtungen. Prüfe trotzdem Tags, Ziel-URLs und Datumsbereiche, wenn dir Werte unplausibel vorkommen.
Fehlende Zuordenbarkeit Amazon misst grundsätzlich auch geräteübergreifend. Lässt sich ein Kauf aber keinem Klick zuordnen, etwa weil der Kunde in einem anderen Amazon-Konto kauft, fehlt er im Bericht.
Verzögerte Daten Conversions können bis zum Ende des 14-tägigen Attributionsfensters nachlaufen. Eine Auswertung nach einer Woche ist deshalb eine Zwischenbewertung, kein endgültiges Ergebnis.

Und der Brand Referral Bonus?

Der Brand Referral Bonus ist für berechtigte Markenverkäufer im US-Store dokumentiert. Nach Anmeldung erhalten sie für qualifizierte Verkäufe über Attribution-Links eine Gutschrift auf Verkaufsgebühren, im Durchschnitt rund 10 Prozent.

Für amazon.de ist in den offiziellen Quellen keine entsprechende Verfügbarkeit ausgewiesen. Plane den Bonus für den deutschen Marktplatz deshalb nicht ein. Attribution lohnt sich trotzdem wegen der Messung selbst.

So nutze ich Amazon Attribution in der Praxis

  • Pro Kanal eine eigene Kampagne: Google, Meta, Pinterest und Newsletter getrennt, damit sich die Kanäle sauber vergleichen lassen.
  • Kosten pro Kanal neben den Umsatz legen: Attribution kennt nur den Umsatz. Die Werbekosten holst du aus Google Ads oder Meta und rechnest ROAS bzw. ACoS je Kanal selbst.
  • Neukundenanteil beachten: Ein Kanal mit schwächerem ROAS, aber vielen Marken-Neukunden kann sich trotzdem lohnen.
  • Gesamtgeschäft im Blick behalten: Beobachte neben den Attribution-Werten auch die Entwicklung des Gesamtumsatzes und den TACoS, mit den externen Werbekosten eingerechnet. Ein Wirkungsnachweis ist das nicht, aber ein wichtiger Kontext.
  • Vor Black Friday einrichten: Wer in Q4 externen Traffic auf Amazon schickt, sollte die Tags vorher anlegen. Nachträglich lässt sich nichts zuordnen. Mehr zur Vorbereitung findest du in der Q4-Checkliste.

Fazit

Amazon Attribution kostet nichts und ist schnell eingerichtet. Ohne Attribution weißt du nicht, ob deine Google-Kampagne, dein Newsletter oder die Influencer-Kooperation auf Amazon Umsatz bringen. Mit Attribution siehst du es pro Kanal, pro Anzeige und pro Partner.

Amazon Attribution liefert eine wichtige Grundlage für Budgetentscheidungen. Beziehe zusätzlich Werbekosten, Marge, Datenmenge und die Entwicklung des Gesamtgeschäfts ein. Ob Werbung tatsächlich zusätzliche Verkäufe erzeugt, lässt sich aus der Attribution allein nicht ableiten.

Externen Traffic und Amazon-Kampagnen zusammen auswerten?

Ich richte Amazon Attribution für deine externen Kanäle ein und werte die Ergebnisse gemeinsam mit deinen Sponsored-Products-Kampagnen aus. Wenn du ADFERENCE nutzt, schaue ich im ADFERENCE Managed Service auch darauf, wie sich externer Traffic auf deine Kampagnen auswirkt.

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Häufige Fragen zu Amazon Attribution

Was kostet Amazon Attribution?

Nichts. Amazon Attribution ist ein kostenloses Messwerkzeug in der Amazon-Werbekonsole. Du bezahlst nur deine externe Werbung selbst, also zum Beispiel Google Ads oder Meta.

Ist Amazon Attribution in Deutschland verfügbar?

Ja. Amazon nennt unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich und die USA. Du findest es in der Werbekonsole unter Messung und Berichte.

Brauche ich eine Markenregistrierung?

Als Verkäufer ja, zusätzlich zum Verkaufstarif Professionell. Vendoren können Amazon Attribution ebenfalls nutzen, Agenturen mit Berechtigung des Markeninhabers.

Ist Amazon Attribution dasselbe wie die Verkaufszuordnung bei Sponsored Ads?

Nein. Amazon Attribution misst Klicks und Verkäufe aus externen Kanälen wie Google, Meta oder Newsletter. Wie Verkäufe deinen Sponsored-Products-, Sponsored-Brands- und Sponsored-Display-Kampagnen zugeordnet werden, regelt Amazon Ads mit eigenen Attributionsfenstern.

Wie lange ist das Attributionsfenster?

Amazon Attribution ordnet einen Kauf dem letzten Klick zu, wenn er innerhalb von 14 Tagen nach diesem Klick erfolgt.

Warum weichen die Klickzahlen von Google Ads und Amazon Attribution ab?

Die Systeme zählen Klicks unterschiedlich. Amazon nennt Abweichungen von 10 bis 20 Prozent als möglich, in beide Richtungen. Wirken die Werte unplausibel, prüfe Tag, Ziel-URL und Datumsbereich.

Gibt es den Brand Referral Bonus auch in Deutschland?

Der Brand Referral Bonus ist für berechtigte Markenverkäufer im US-Store dokumentiert. Für amazon.de ist in den offiziellen Quellen keine entsprechende Verfügbarkeit ausgewiesen.

Quellen