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Amazon Sponsored Products Zielgruppen mit ADFERENCE steuern

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Du optimierst deine Sponsored-Products-Kampagnen nach Keywords, ASINs und Platzierungen. Aber berücksichtigst du auch, wer hinter einer Suchanfrage steckt?

Amazon stellt für Sponsored Products drei Zielgruppen bereit, für die du dein Gebot gezielt erhöhen kannst. So kannst du beispielsweise mehr bieten, wenn jemand bereits ein Produkt deiner Marke gekauft, angeklickt oder in den Warenkorb gelegt hat. Das Problem: Wer diese Gebotsanpassungen über viele Kampagnen hinweg manuell pflegt, produziert schnell eine neue Dauerbaustelle.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie die Zielgruppennutzung in Amazon Sponsored Product Ads funktioniert, welche Audience zu welcher Kampagne passt und wie der Audience Bid Optimizer von ADFERENCE die Gebotsanpassungen täglich automatisiert steuert.

Vorab wichtig: Zielgruppen ersetzen bei Sponsored Products nicht dein Keyword-, Produkt- oder Auto-Targeting. Sie legen lediglich fest, ob Amazon für einen besonders relevanten Shopper ein höheres Gebot verwenden darf.

Was bedeutet Zielgruppennutzung bei Sponsored Products?

Der Begriff „Zielgruppen-Targeting“ ist etwas missverständlich. Bei Meta Ads würdest du eine Kampagne möglicherweise ausschließlich auf eine bestimmte Personengruppe ausrichten. Bei Sponsored Products funktioniert es anders.

Deine Kampagne wird weiterhin über ihr bisheriges Targeting ausgespielt:

  • Keywords
  • ASINs oder Kategorien
  • automatisches Targeting

Die Audience kommt als zusätzliche Ebene hinzu. Passt ein Shopper sowohl zum Kampagnen-Targeting als auch zur ausgewählten Zielgruppe, darf Amazon dein Basisgebot um den hinterlegten Prozentsatz erhöhen.

Ein einfaches Beispiel

Dein Basisgebot für ein Keyword beträgt 1,00 Euro. Für die ausgewählte Zielgruppe ist eine Gebotsanpassung von 30 % hinterlegt.

1,00 € Basisgebot × 1,30 Audience Modifier = 1,30 €

Für einen Shopper innerhalb der Audience kann Amazon somit mit bis zu 1,30 Euro in die Auktion gehen. Außerhalb der Audience bleibt das Basisgebot bestehen. Die Anzeige wird dort also nicht automatisch ausgeschlossen.

Amazon hat die Standardzielgruppen für Sponsored Products im April 2025 eingeführt. Laut einer Auswertung von Amazon erzielten 1.700 untersuchte Kampagnen innerhalb der Zielgruppe „Hohe Kaufwahrscheinlichkeit aufgrund jüngster Einkaufsaktivitäten“ durchschnittlich 77 % mehr ROAS als außerhalb dieser Zielgruppe. Das ist kein Ergebnisversprechen für deinen Account, zeigt aber, weshalb sich ein strukturierter Test lohnt. Die Details findest du in der offiziellen Ankündigung von Amazon Ads.

Diese drei Amazon-Zielgruppen stehen zur Verfügung

Amazon bietet für Sponsored Products drei vordefinierte Audiences an. Ihre Bezeichnungen können dir je nach Oberfläche auf Deutsch oder Englisch begegnen.

Breiteste Reichweite

High interest based on shopping history

Diese Zielgruppe umfasst Shopper mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit auf Basis ihrer jüngsten Einkaufsaktivitäten. Sie ist in der Regel die größte der drei Audiences und sammelt deshalb vergleichsweise schnell Daten.

  • Auto-Kampagnen
  • Broad- und Research-Kampagnen
  • Produktlaunches
  • Kampagnen ohne klaren Markenbezug

Wenn du erstmals mit Audience Bid Adjustments arbeitest und noch nicht weißt, welche Zielgruppe du testen sollst, ist das meist der sinnvollste Einstieg.

Interesse gezeigt

Recently clicked or added brand’s product to cart

Diese Audience enthält Shopper, die kürzlich ein Produkt deiner Marke angeklickt oder in den Warenkorb gelegt haben. Sie haben bereits deutliches Interesse gezeigt, aber noch nicht zwingend gekauft.

  • Topseller
  • Sponsored-Products-Kampagnen auf Brand-Keywords
  • höherpreisige Produkte
  • Produkte mit längerer Kaufentscheidung, etwa Möbel oder Matratzen

Der zusätzliche Boost kann dir helfen, bei Shoppern sichtbar zu bleiben, die deine Marke bereits in Betracht gezogen haben.

Bereits gekauft

Purchased brand’s product

Diese Zielgruppe umfasst Käufer:innen, die bereits ein Produkt deiner Marke gekauft haben.

  • Verbrauchsprodukte und regelmäßige Nachkäufe
  • Cross-Selling
  • Zubehör und ergänzende Produkte
  • Kampagnen auf Brand-Keywords

Verkaufst du beispielsweise Matratzen und passende Kissen, kannst du für frühere Käufer deiner Marke bei der Bewerbung der Kissen gezielt kompetitiver bieten.

Was bei manueller Steuerung schnell schwierig wird

Eine Audience in einer einzelnen Kampagne zu aktivieren, ist kein großer Aufwand. Bei 100 oder 500 Kampagnen sieht das anders aus.

Du müsstest regelmäßig:

  1. die passende Audience pro Kampagne auswählen,
  2. ihre Performance mit dem übrigen Kampagnen-Traffic vergleichen,
  3. den richtigen Gebotsaufschlag berechnen,
  4. den Modifier anpassen und
  5. Conversion-Nachläufe berücksichtigen.

Ein pauschales „überall plus 30 Prozent“ löst dieses Problem nicht. Die gleiche Zielgruppe kann in einer Brand-Kampagne hervorragend und in einer anderen Kampagne nur durchschnittlich funktionieren. Eine sinnvolle Anpassung muss deshalb auf Basis der tatsächlichen Performance erfolgen.

Genau an diesem Punkt setzt der ADFERENCE Audience Bid Optimizer an.

Was ist der ADFERENCE Audience Bid Optimizer?

Der Audience Bid Optimizer, kurz ABO, automatisiert die Gebotsanpassungen für die drei Amazon-Standardzielgruppen in Sponsored-Products-Kampagnen.

Der ABO entscheidet anhand des Revenue per Click (RPC), ob eine Audience einen höheren Aufschlag auf das Basisgebot erhalten soll. Vereinfacht gesagt: Erzielt der Zielgruppen-Traffic mehr Umsatz pro Klick, darf ADFERENCE das Gebot für diese Shopper stärker erhöhen.

Eine Kampagne muss dafür nicht in einem ADFERENCE Smart Portfolio liegen. Der ABO lässt sich also unabhängig von der dort verwendeten Gebots- oder Portfoliostrategie einsetzen.

Individuelle AMC Audiences werden im ABO-Bereich angezeigt, aktuell aber nicht durch den ABO optimiert. Die Automation arbeitet ausschließlich mit den drei von Amazon bereitgestellten Standardzielgruppen.

So aktivierst du den ABO in ADFERENCE

Die Aktivierung erfolgt direkt aus der Kampagnenübersicht:

  1. Öffne in ADFERENCE die Kampagnenübersicht.
  2. Wähle die Sponsored-Products-Kampagnen aus, die du optimieren möchtest.
  3. Klicke in der unteren Bearbeitungsleiste auf „ABO“.
  4. Wähle die Zielgruppe aus, die ADFERENCE in den markierten Kampagnen hinterlegen soll.

Auf diesem Weg kannst du die Audience in vielen Kampagnen gleichzeitig aktivieren, anstatt jede Kampagne einzeln in der Amazon-Werbekonsole zu bearbeiten.

Die vollständige Produktanleitung findest du in der ADFERENCE Knowledge Base zum Audience Bid Optimizer.

So optimiert ADFERENCE den Audience Modifier

Nach der Aktivierung startet der ABO für jede Kampagne zunächst mit einer Gebotsanpassung von 1 %. Das hält den finanziellen Einfluss am Anfang klein und sorgt gleichzeitig dafür, dass Zielgruppendaten gesammelt werden können.

Anschließend optimiert ADFERENCE den Modifier täglich:

  • maximal 5 Prozentpunkte nach oben
  • maximal 20 Prozentpunkte nach unten
  • innerhalb eines Anpassungsbereichs von 0 bis 100 %

Die unterschiedlichen Schrittgrößen sind sinnvoll: Erhöhungen erfolgen kontrolliert, während ADFERENCE einen nicht mehr gerechtfertigten Aufschlag schneller reduzieren kann.

Hat eine einzelne Kampagne noch nicht genügend eigene Daten, nutzt der ABO vorübergehend den Account-Durchschnitt als Orientierung. Sobald eine belastbare Datengrundlage vorhanden ist, wechselt die Automation selbstständig zu einem individuellen Modifier für diese Kampagne.

Du nutzt ADFERENCE bereits? Im Managed Service richte ich den ABO passend zu deinen Basisgeboten und Kampagnenzielen ein.

Welche Zielgruppe sollte ich in welcher Kampagne verwenden?

Eine einfache Zuordnung für den Start:

Kampagnentyp oder Ziel Empfohlene Audience
Auto-, Broad- und Research-KampagnenHigh interest based on shopping history
Produktlaunch ohne ausreichende HistorieHigh interest based on shopping history
Topseller und Brand-Keyword-KampagnenRecently clicked or added brand’s product to cart
Produkt mit langer KaufentscheidungRecently clicked or added brand’s product to cart
Verbrauchsprodukt oder NachkaufPurchased brand’s product
Zubehör und Cross-SellingPurchased brand’s product

Pro Kampagne kann immer nur eine Zielgruppe aktiv sein. Du solltest deshalb nicht fragen, welche Audience generell die beste ist, sondern welche am besten zum Zweck der jeweiligen Kampagne passt.

Ist dein Kampagnen-Setup noch nicht ausreichend granular, starte mit „High interest based on shopping history“. Teste die Audience mindestens zwei Wochen, bevor du sie wechselst. So gibst du auch später eintreffenden Bestellungen ausreichend Zeit, in die Bewertung einzufließen.

Achtung: Audience- und Placement-Anpassungen multiplizieren sich

Der ABO arbeitet zusätzlich zu vorhandenen Placement-Gebotsanpassungen. Dazu kommt die bei Amazon gewählte Kampagnengebotsstrategie.

Ein vereinfachtes Beispiel:

  • Basisgebot: 1,00 Euro
  • Audience-Anpassung: +40 %
  • Platzierungsanpassung: +50 %
1,00 € × 1,40 × 1,50 = 2,10 €

Das mögliche Gebot liegt damit nicht bei 1,90 Euro, sondern bereits bei 2,10 Euro. Je nach Kampagnengebotsstrategie kann Amazon das Gebot zusätzlich verändern. Dadurch können Werte erreicht werden, die über dem von dir gedanklich eingeplanten Maximalgebot liegen.

Genau deshalb sollten Audience- und Placement-Optimierung nicht isoliert eingerichtet werden. Wenn du beide Automationen nutzt, muss das Zusammenspiel zum Ziel-ACoS, zur Marge und zur Kampagnenstrategie passen.

Fünf häufige Fehler bei Sponsored Products Zielgruppen

Zielgruppen mit klassischem Targeting verwechseln Die Audience grenzt deine Ausspielung nicht auf diese Shopper ein. Sie erhöht lediglich das Gebot, wenn ein Nutzer zur Audience gehört und gleichzeitig dein normales Targeting erfüllt.
Den gleichen Modifier auf alle Kampagnen anwenden Eine Zielgruppe performt nicht in jeder Kampagne gleich. Pauschale Aufschläge ignorieren Unterschiede zwischen Produkten, Kampagnentypen und Suchintentionen.
Zu früh bewerten Wenige Tage reichen häufig nicht aus. Berücksichtige das individuelle Conversion Delay und teste eine Zielgruppe nach Möglichkeit mindestens zwei Wochen.
Andere Gebotsmultiplikatoren vergessen Audience Modifier, Placement-Anpassungen und Amazons dynamische Gebotsstrategie können sich gegenseitig verstärken. Prüfe deshalb das maximal mögliche Auktionsgebot, nicht nur das sichtbare Basisgebot.
Bestehende Modifier über 100 % übersehen Der ABO arbeitet in einem Bereich zwischen 0 und 100 %. Ist in einer Kampagne bereits manuell eine Audience-Anpassung über 100 % hinterlegt, optimiert der ABO diese Kampagne nicht. Reduziere den Wert zunächst manuell auf höchstens 100 %.

Was die Automatisierung dir wirklich bringt

Der größte Vorteil des ABO ist nicht, dass du einmalig ein paar Klicks in der Amazon-Konsole sparst. Entscheidend ist die kontinuierliche Steuerung.

Du erhältst:

  • skalierbare Aktivierung über viele Sponsored-Products-Kampagnen
  • RPC-basierte Anpassungen statt pauschaler Bauchgefühl-Modifier
  • kontrollierte tägliche Veränderungen
  • eine kampagnenindividuelle Optimierung bei ausreichender Datengrundlage
  • weniger manuelle Routinen im Kampagnenmanagement

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Audience automatisch profitabel ist. Die strategische Zuordnung der Zielgruppe, deine Kampagnenstruktur und das Zusammenspiel mit weiteren Gebotsanpassungen bleiben entscheidend.

Fazit: Die richtige Zielgruppe ist nur der erste Schritt

Amazon Sponsored Products Zielgruppen geben dir einen zusätzlichen Hebel: Du kannst nicht nur dafür bieten, wonach ein Shopper sucht, sondern auch berücksichtigen, wie wertvoll dieser Shopper aufgrund seines bisherigen Verhaltens sein könnte.

Mit dem ADFERENCE Audience Bid Optimizer lässt sich dieser Hebel über viele Kampagnen hinweg skalieren. Der ABO aktiviert die gewünschte Standardzielgruppe, startet kontrolliert bei 1 % und optimiert den Modifier anschließend täglich anhand des Revenue per Click.

Der technische Schalter ist schnell aktiviert. Die eigentliche Arbeit liegt in der richtigen Zielgruppenauswahl, einer passenden Kampagnenstruktur und der Kontrolle aller ineinandergreifenden Gebotsmechanismen.

Lieber sauber einrichten lassen?

Du nutzt ADFERENCE, möchtest den Audience Bid Optimizer aber nicht isoliert aktivieren, ohne seine Auswirkungen auf Basisgebote, Placements und Kampagnenziele zu kennen? Im ADFERENCE Managed Service übernehme ich die operative Einrichtung und laufende Kontrolle. Wenn du das Tool lieber selbst bedienst, zeige ich dir die Zusammenhänge in einer ADFERENCE Tool-Schulung direkt in deinem eigenen Account.

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Häufige Fragen zu Sponsored Products Zielgruppen

Was ist eine Zielgruppen-Gebotsanpassung bei Amazon Sponsored Products?

Eine Zielgruppen-Gebotsanpassung erhöht das Basisgebot einer Sponsored-Products-Kampagne, wenn ein Shopper zur ausgewählten Audience gehört. Das normale Keyword-, Produkt- oder Auto-Targeting bleibt weiterhin bestehen.

Welche Zielgruppen gibt es für Sponsored Products?

Amazon stellt drei Standardzielgruppen bereit: Shopper mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit aufgrund ihrer jüngsten Einkaufsaktivitäten, Shopper, die kürzlich ein Markenprodukt angeklickt oder in den Warenkorb gelegt haben, und Käufer, die bereits ein Produkt der Marke gekauft haben.

Was ist der ADFERENCE Audience Bid Optimizer?

Der Audience Bid Optimizer, kurz ABO, ist eine ADFERENCE-Automation für Sponsored Products. Sie passt die Gebotsanpassung der ausgewählten Amazon-Standardzielgruppe täglich auf Basis des Revenue per Click an.

Kann der ABO individuelle AMC Audiences optimieren?

Nein. Individuelle AMC Audiences werden im ABO-Bereich angezeigt, derzeit aber nicht automatisch optimiert. Der ABO unterstützt die drei von Amazon vordefinierten Zielgruppen.

Wie oft verändert der ABO die Gebotsanpassung?

ADFERENCE prüft die Anpassung täglich. Der Modifier kann pro Tag um maximal 5 Prozentpunkte steigen oder um maximal 20 Prozentpunkte sinken.

Können ABO und Placement Bid Optimizer gleichzeitig eingesetzt werden?

Ja. Die jeweiligen Gebotsanpassungen wirken zusätzlich und werden miteinander multipliziert. Deshalb sollten das Basisgebot, die Amazon-Kampagnengebotsstrategie und das maximal mögliche Auktionsgebot gemeinsam geprüft werden.